"Ökopark Sonnenland"

Donnerstag, 15.09.2011

NORDHOLZ. Die Vorstellung eines Verkehrskonzeptes für den Industrieweg in Nordholz war der wichtigste Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Bauausschusses unter Leitung von Rudolf Meister (SPD). Weil für den Bereich des Bebauungsplans Nr. 35 "Hartsteinwerk", also am Nordholzer Baggersee, Pläne zum Bau eines "Ökoparks Sonnenland" durch Gerhard Schlichting vorliegen, hatte die Entscheidung besonderes Gewicht.

"Da das Vorhaben Auswirkungen auf die derzeit vorhandene Verkehrssituation im Bereich des Industrieweges sowie seiner abgehenden bzw. zuführenden Straßen haben wird und einen Ausbau zumindest einer Teilstrecke des Industrieweges erforderlich machen wird, hält die Verwaltung es für sinnvoll, bereits jetzt mögliche Alternativen eines Verkehrskonzeptes zu erörtern", ist in der Beschlussvorlage zu lesen. Die Dipl. Ingenieure Christian Landwehr und Thomas Morgenroth aus Cuxhaven haben in der Ausschusssitzung insgesamt vier Varianten vorgestellt. Nun soll in einer interfraktionellen Sitzung weiter beraten werden. Die Firma Morgenroth und Landwehr soll bis dahin die Kosten für eine favorisierte Variante errechnen. Die Verwaltung will die Höhe der Anliegerbeiträge prüfen.

Gerhard Schlichting wollte keine Angaben zu seinem Projekt machen. Die Zeichnung der Planer zeigt rund zehn verschiedene Gebäude am westlichen Ufer des Baggersees unmittelbar neben der Hühnerfarm.

Von Manfred Theßmann

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Baggersee: Nutzung künftig nur noch mit Genehmigung

 

Samstag, 09.08.2003 Nordholz (ters).

 

Die Nutzung des Geländes am Nordholzer Baggersee, der zuletzt grundsätzlich gesperrt war, soll künftig wieder möglich sein. Allerdings nur, wenn der Nutzer mit dem Besitzer, der CUX GS Projekt GmbH, einen entsprechenden individuellen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat. Nachdem Gerhard Schlichting, der den Baggersee vor einiger Zeit gekauft hatte, sich vergeblich um eine Regelung mit der Gemeinde im Interesse der allgemeinen Nutzung bemüht hatte, schlägt er jetzt eine individuelle Regelung vor.

Denn er will denjenigen, die das schöne Areal friedlich nutzen, den Spaß nicht verderben. Andererseits ist er es Leid, immer wieder Berge von Müll aufzusammeln und Klagen über wilde Partys und Krach zu hören. Dazu muss jeder, der das Gelände zwischen Industriestraße und Bahn künftig betreten will, einen Nutzungsvertrag abschließen und die "Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Benutzung des Seeparks Nordholz" anerkennen. Dazu gehört beispielsweise, dass bestimmte, Flächen gesperrt bleiben, dass Grillen und Lagerfeuer ebenso verboten sind wie das Befahren des Geländes, das Abfälle entsorgt werden müssen und dass das Schwimmen mangels Badeaufsicht verboten ist. Boote, Schwimmhilfen, Kites und Surfbretter bleiben ebenfalls auf dem Baggersee verboten.

Um die Einhaltung dieser Vorschriften zu überwachen, hat sich Schlichting entschlossen, einen "See-Sheriff" einzustellen. Um die Personalkosten zu decken, werden für die Nutzung Gebühren erhoben. Man kann entweder ab sofort bis Ende 2004 zahlen oder monatsweise.

Wer etwa bis Ende kommenden Jahres mit seinem Hund am See spazieren gehen will, muss 20 Euro zahlen (ein Monat 7 Euro), Familien mit Kindern zahlen für die Nutzung 50 Euro (Monat 17 Euro). Wer das Gelände ohne Genehmigung betritt, begeht übrigens juristisch Hausfriedensbruch; es hat bereits einige Anzeigen gegeben.

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